Elektromagnetische Felder im Alltag

Die zunehmende Technisierung und somit auch Elektrifizierung unseres Lebensumfeldes hat auch dazu geführt, dass heutzutage in unserer Umwelt elektromagnetische Felder allgegenwärtig sind.

Elektrische und magnetische Felder entstehen überall dort, wo elektrische Energie erzeugt, transportiert oder verbraucht wird (z.B. im Umfeld von Hochspannungsleitungen, Elektroinstallationen, Haushaltsgeräten usw.).

Bundesamt für Strahlenschutz

Infoblatt 06/2002

Rechtsschutzmöglichkeiten gegen die Errichtung und den Betrieb von Mobilfunkanlagen Die Errichtung von Mobilfunkanlagen führt in der Nachbarschaft häufig zu Ängsten vor massiven Gesundheitsschädigungen.

Für die Bürgerinnen und Bürger, in deren Wohnortnähe eine derartige Anlage errichtet wird, stellt sich daher die Frage, an wen sie sich wenden können, um nähere Informationen über die Anlage zu erhalten und deren rechtliche Zulässigkeit ggf. überprüfen zu lassen.

Haben Sie Bedenken gegen die Errichtung oder den Betrieb einer Mobilfunkanlage in Ihrer Nähe, sollten Sie sich zunächst an die zuständigen Behörden und den Betreiber wenden.

Elektromagnetische Felder und Umwelt

Ein Kompendium zur Information über Grundlagen und aktuellen Stand zum Thema "Elektromagnetische Felder und Umwelt".

Niederfrequente magnetische Felder

Eigenschaften

Außer um Permanentmagnete herum entstehen magnetische Felder (H) ringförmig um stromdurchflossene Leiter (mit dem Strom I, vgl. auch Bild 1). Im Haushalt führen Leiter, die von Wechselstrom durchflossen werden, ein magnetisches Wechselfeld mit sich, das sich mit zunehmendem Abstand vom Leiter verringert. Das Magnetfeld hängt nur von der Stromstärke ab und nicht von der treibenden Spannung. Bei gleicher Stromstärke ist das magnetische Feld gleichgroß, unabhängig davon, ob die Spannung 12 V beträgt wie bei einem Computer, 220 V bei einem Fernseher oder 380 000 V bei einer Hochspannungsleitung.

Hochfrequente Elektromagnetische Wellen

Eigenschaften

Unter hochfrequenten elektromagnetischen Wellen versteht man elektromagnetische Schwingungen mit Frequenzen ab 30 000 Hz (Hertz), d.h. Schwingungen pro Sekunde. Das Feld wechselt in der Sekunde 30 000 mal die Richtung. Im Gegensatz zu den niederfrequenten Feldern ist jetzt das elektrische und magnetische Feld miteinander gekoppelt: das elektrische Feld erzeugt das magnetische und umgekehrt (vgl. Bild 1). Während die niederfrequenten Felder leitungsgebunden sind bzw. um die Leiter herum entstehen, pflanzen sich die hochfrequenten Wellen drahtlos im Raum fort. Aus diesem Grund werden sie für die Übertragung von Nachrichten als Funkwellen benutzt. Sie können über Antennen abgestrahlt und an einem anderen Ort über Antennen wieder empfangen werden.

Müssen Handys abgeschafft werden?

Elektrosmog, ein Thema, das die Gemüter erhitzt und die Öffentlichkeit polarisiert. Seit Beginn des Aufbaus der UMTS-Netze hat sich die Diskussion noch verschärft. Bürgerinitiativen formulieren Ängste.

Mobilfunkbetreiber verweisen auf den aktuellen Forschungsstand und geben Entwarnung. Viel Lärm um, ja, was eigentlich? Was ist Elektrosmog überhaupt?
 

Niederfrequente elektrische Felder

Eigenschaften

Elektrische Felder entstehen zwischen positiven und negativen elektrischen Ladungen, zwischen denen sich das Feld in Form von Kraftlinien (es werden Kräfte auf die Ladungen ausgeübt) aufbaut. Im Wohnbereich bildet sich das elektrische Feld zwischen den Leitern der Elektroinstallation oder um sie herum aus. Man unterscheidet Gleich- und Wechselfelder. Erstere sind statisch und unverändert.

Elektrostatisches Gleichfeld

Elektrostatische Felder entstehen durch Aufladungen. Um diese zu erzeugen, muß eine Ladungstrennung stattfinden. Dies geschieht meist durch Reibung zweier verschiedener, schlecht leitender Materialien. Begünstigt wird dieser Vorgang durch trockene Luft. Bei Gewittern reiben turbulente Luftschichten aneinander und verursachen so eine Trennung der Ladungsträger. Durch die Aufladung der Ionosphäre existiert auch in der Natur ein schwaches elektrostatisches Feld.

Unfallverhütungsvorschrift

Elektromagnetische Felder
BGV B11


Vorbemerkung
Die derzeitige Situation an Arbeitsplätzen erfordert eine Regelung im Arbeitsschutz für Bereiche, in denen elektrische, magnetische oder elektromagnetische Felder (EMFelder) zur Anwendung kommen.

Diese Unfallverhütungsvorschrift trägt diesen Umständen Rechnung, indem in ihr Festlegungen, wie
 

  • grundlegende Regelungen,
  • zulässige Werte zur Bewertung von Expositionen,
  • Mess- und Bewertungsverfahren
     

und
 

  • Sonderfestlegungen für spezielle Anlagen, getroffen werden, bei deren Einhaltung nach dem heutigen wissenschaftlichen
     

Erkenntnisstand Tätigkeiten sicher und ohne wesentliche Belästigungen ausgeübt werden können.
 

Sie können die hier aufgeführte Vorschrift  im Volltext abrufen bzw. herunterladen.